| Erscheinungsjahr: |
2025 |
| Entwickler: |
Jan Kucera aka LMN128 |
| Prozessor: |
FPGA XILINX SPARTAN7 – XC7S50 484 Pins |
| RAM |
16 MB SRAM, 2 MB Fast SRAM, 1 MB FLASH, FRAM 8 KB |
| ROM: |
Benutzerdefinierte ROMs mit 16 KB und 64 KB (DERBYPRO),
Diagnose- und Test-ROMs,
Möglichkeit zur Verwendung gepatchter ROMs, z. B. 64-Zeichen-ROM |
| Installierte Systeme: |
DivSD, DivIDE, DivMMC,
Z-Controller SD,
esxDOS (UNODOS)-kompatibel,
MB02+, MBIDE und BSDOS308-kompatibel,
TRDOS-Emulation über esxDOS,
kompatibel mit DivIDE+ (G+DOS),
MDOS3 im DivIDE-Modus,
ResiDOS im MB02+-Modus |
Grafik: |
TIMEX Hi-Color- und Hi-Res-Grafikmodi und ZX-UNO'S Radastan-Grafik,
ULAPlus- und TrueColour-Paletten,
zwei Video-RAMs auch auf 48K-Spectrums,
drei Stufen flimmerfreier GigaScreen,
K-LAYER-Modus mit Transparenzfarbe
attributbasierte 512*192 HiResColour- und HiResIndexEDColour-Modi
HGFX – ZX Planar-, HAM- und FILL-Modi,
Auflösungen: 256*192, 512*192, 512*384 und 720*546,
bis zu 256 Farben aus 16777216 |
| Sound: |
General Instrument AY-3-8910/YM2149F Soundchip (ACB/ABC),
TurboSound (2x oder 3x AY/YM),
2x Yamaha YM2203 Soundchip (TurboSound FM),
Philips SAA1099 Soundchip,
Sound Interface Device (SID) Soundchip,
MonsterBlaster (Soundrive/Czech DA/Stereo Covox),
SpecDrum, General Sound,
ULA Sound (Beeper)
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| Anzeige: |
8x8-Punktmatrix-Anzeige als einstellbare Funktionsanzeige,
Anzeige für Massenspeicher SD1, SD2 und CF-Karte |
| Datenträger: |
CompactFlash(IDE)-Karte,
2x microSD-Kartensteckplätze |
| Anschlüsse: |
Edge-Connector,
USB-A für Maus,
Micro-USB zum Core-Update oder als serielle Schnittstelle,
3½mm-Soundausgang Stereo,
Mikro-HDMI,
9-pol. Kempston-kompatibler Joystick-Anschluss |
| Bedienelemente: |
Resettaster,
NMI-Taster,
Extra-Taster |
| Weitere Ausstattung: |
genaue Echtzeituhr (DS3234),
Wi-Fi-Modul ESP8266,
UART-Anschluss,
zwei interne Erweiterungssteckplätze, FADI-kompatibel |
Einführung: (jg)
Das MB03+ Ultimate ist die Weiterentwicklung des bekannten Universal-Interfaces MB02.
Das MB03+ ist kein eigenständiger FPGA-Computer wie der ZX-UNO oder der NEXT. Es ist ein leistungsstarkes,
kompaktes ZX Spectrum-Interface der nächsten Generation. Es vereint die Funktionen einer Vielzahl von Hardware-
und System-Add-Ons in einer kompakten All-in-One-Lösung.
Das MB03+ befindet sich ein einem verblüffend kleinen anthrazitfarbenen, fast genau quadratischen Gehäuse mit
den Abmessungen L x B x H 110mm x 108mm x 22mm. Vorne befindet sich der Edge-Connector, mit dem es wie jedes
andere Interface auch an den ZX Spectrum angeschlossen wird. Oben ist der Name des Interfaces zu lesen, im hinteren
Teil finden sich die NMI-Taste, die 8x8-Punktmatrix-Anzeige, und die Anzeigen für die Massenspeicher SD1, SD2 und CF.
Rechts sind zwei Tasten: die Reset-Taste und die Extra-Taste.
Der Reset erklärt sich von selbst. Mit der Extra-Taste kann im Setup die LED-Matrix-Anzeige konfiguriert werden.
Sie lässt sich z.B. als Bargraph für die Soundwiedergabe konfigurieren oder als Memory-Map mit unterschiedlichen
Funktionen. Außerdem kann ihr eine häufig verwendete Funktion zugewiesen werden.
Recht sind zwei USB-Anschlüsse zu finden. Der USB-A-Anschluss dient zum Anschluss einer USB-Maus,
der Micro-USB-Anschluss kann als serieller Port und zum Core-Update verwendet werden.
Auf der linken Seite findet sich, von hinten nach vor-ne, der 3½mm-Soundausgang, der Mikro-HDMI-Anschluss
und die Buchse für den Kempston-kompatible Joystick.
Schließlich-endlich befinden sich auf der Rückseite die Steckplätze für zwei Micro-USB-Karten sowie für eine CF-Karte.
Anzumerken ist hier, dass die CF-Karte über das Gehäuse hinaus ragt. Unmittelbar darüber befinden sich
die Micro-SD-Karten. Um diese einzustecken oder zu entfernen sollte entweder die CF-Karte herausgezogen werden
oder aber es wird eine Pinzette benötigt, da so wenig Platz vorhanden ist, dass es für normal Sterbliche fast
unmöglich ist sie zu ein- oder auszustecken.
Anschluss:
Der Anschluss ist absolut einfach: es wird an den Edge Connector eines beliebigen ZX Spectrum aufgesteckt
– natürlich, das sei hier hoffentlich überflüssigerweise erwähnt, nur wenn der ZX Spectrum von der
Spannungsversorgung getrennt ist.
Start des Systems:
Beim Start wird man mit einem freundlichen »HI!« auf der Punktmatrix-Anzeige begrüßt. Der Bildschirm zeigt je nach
Grundeinstellung entweder ein buntes Flimmern mit anschließender filmreifen Animation des Startmenüs, oder es wechselt
fast sofort in das Startmenü, von dem aus es bedient wird.
Das Startmenü ist in drei Bereiche aufgeteilt. Im oberen Drittel zeigt es zuerst einmal, was man da eigentlich an den
ZX Spectrum angeschlossen hat – nämlich das MB03+ Ultimate. Gleich darunter ist der Name des Entwicklers zu lesen.
Nach der ersten horizontalen Linie wird rechts das Datum und die Uhr angezeigt, darunter ist die Hardwarekonfiguration
aufgelistet. Sie zeigt, was alles in das MB03+ installiert ist. Dort findet sich die RAM-Konfiguration, die verschiedenen
Massenspeicher, Wi-Fi, K-Mouse Joystick und einiges mehr.
Unmittelbar im Anschluss gibt das MB03+ Auskunft darüber, was es alles kann. Die Features zählen auf, was alles an
grundlegender Software bereitgestellt wird. Unter anderem drei Mal AY-Sound, Turbo-Sound/FM, DMA, ULA+ und einiges andere.
Etwas abgesetzt wird das Datum der letzten Core-Aktualisierung und das Datum des ersten Bootens angezeigt.
Im unteren Drittel, getrennt durch eine zweite horizontale Linie sind in den letzten drei Zeilen schließlich die
vorinstallierten Betriebssysteme aufgelistet, die mittels Tastendruck ausgewählt werden können. Hier ist es wichtig zu
wissen, dass wenn ein Großbuchstabe angezeigt wird, das auch so gemeint ist. Um die Auswahl zu treffen, muss Caps Shift
gedrückt werden. Das @-Symbol wird übrigens durch einen gleichzeitigen Druck auf Symbol Shift erreicht. Dort stellt das
Interface (mindestens) drei Betriebssysteme bereit, zwischen denen ausgewählt werden kann.
Die Seele des MB03+ Ultimale: (te)
Ist das FPGA XILINX SPARTAN7 XC7S50 das Gehirn des Interfaces, so ist das Betriebssystem BS-DOS die Seele.
BS DOS ist schon vom MB02+ her bekannt und für Spectrum-User das ideale System als Update von der Kassette. Das in den
90ern entwickelte System blieb auch weitgehend unverändert, bis auf wenige Verbesserungen. Im Wesentlichen greift man
damit auf Files genauso zu, wie schon 1982 auf die Kassette. Man muss also kaum neue Befehle lernen... Man muss nicht,
aber man kann. Sprich LOAD, SAVE, VERIFY, das bleibt alles gleich.
Aber wie spult man den eine SD-Karte an die richtige Position, äquivalent zum Kassettenrekorder?
Also entweder gar nicht, oder mit dem »£«-Zeichen. Mit dem Befehlt »DIR« (auf der 'Z' Taste, auf normalen
Spectums kommt da 'COPY') ruft man das Inhaltsverzeichnis auf. In diesem Inhaltsverzeichnis hat jedes File eine Nummer
und mit »£15« kann man sozusagen den 'Zähler' auf Programm 15 setzen.
Das Betriebssystem war ursprünglich für Diskettenausgelegt, man konnte bis zu vier Laufwerke anschließen und auch zwischen
den Laufwerken hin- und herschalten. Das MB03+ verwaltet dahingegen eine CF-Karte, alternativ zur Festplatte.
Auf der CF-Karte kann man bis zu 256 virtuelle Disketten haben. Man schaltet dann eben zwischen max. 256 Laufwerken hin-
und her. Jedes Laufwerk hat einen Speicherplatz von ca. 2MB. D.h. man bekommt mit Sicherheit seine gesamte Softwaresammlung
unter und kann 'Disketten' erstellen, â 2 MB z.B. mit Spielen verschiedener Genres oder nach Erscheinungsjahr.
Die Software, die von Kassette kopiert ist, muss man nicht umschreiben. Das File System des ZX Spectrum bleibt erhalten.
Man hat Basic, Code oder Screen$-Files, und die Programme laufen genauso wie von Kassette, mit Ausnahme einiger weniger
spezieller Loader. Auch die Multiload-Programme funktionieren in den meisten Fällen.
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